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Wie entsteht ein Projekt? ![]() Antrag an das zentrale Comite (No 87 ist die Eingangsnummer Zentrales Comite) Alle Projekte setzen
einen detaillierten Antrag aus Garango voraus.
"Eigene" Projekte führen wir seit Jahren nicht mehr durch, wir geben allenfalls Anregungen (Beispiel: Solartechnik). Diese werden in Garango in einen Antrag umgesetzt und durchlaufen den normalen Weg. Wir hoffen so den Prioritäten Garangos Rechnung zu tragen. Einzelprojekte unterstützen wir i.a. auch nicht mehr, sondern versuchen die Projekte in "Kampagnen" einzubinden. Beispiele: Wasser für Garango I (Staudämme), Brunnen und Gärten für Garango ( Schachtbrunnen und "kleine " Schulgärten"), Wasser für Garango II (Pumpbrunnen), Sonnenlicht für Garango (Solarlampen), Grundschulen für Garango oder die geplante Aktion: Gärten für die Schulen ("große" Gärten und Felder). Die Projektanträge enthalten eine Beschreibung des Projektes, den Namen eines Projektverantwortlichen Ansprechpartners, eine Beschreibung der lokalen Situation, einen detaillierten Kostenvoranschlag, einen Zeitplan sowie Betrachtungen zur "Überlebensfähigkeit" (viabilité) des Projektes. In den vier Hauptorten wird je ein lokales Comité gewählt das für eine Region, entsprechend den früheren Departements (Boussouma, Garango, Komtoèga ,Niaogho), zuständig ist. Die lokalen Comites entsenden je vier Vertreter in das zentrale Comité (Bureau executif) in Garango. Das zentrale Stadtgebiet von Garango entsendet 5 Vertreter, so dass das zentrale Comité insgesamt 21 Mitglieder hat. Präfekt oder Bürgermeister sind darin nicht vertreten („Coopération Décentralisée“ ). Rechtliche Grundlage sind die Gesetze über die Vereinigungsfreiheit (Loi relative à la liberté d’association von 1992) und zur Organisation und Funktionsweise der Partnerschaftscomités Portant organisation et fonctionnement des comites de jumelage von 2000). Zum Vorstand eines Comités gehören mindestens: Präsident, Vize-Präsident, Schriftführer, Kassenwart, Beauftragter für die Durchführung von Projekten und ein technischer Berater. Außer dem technischen Berater müssen alle Mitglieder des Vorstands am Ort wohnhaft sein. Das Comité ist dem Bürgermeister rechenschaftspflichtig und legt ihm jährlich einen Jahres- und einen Kassenbericht vor. Auf Nachfrage gilt diese Verpflichtung auch gegenüber dem Hochkommissar der Provinz, dem nationalen Partnerschaftscomité (CNJ) sowie dem Ministerium für territoriale Verwaltung. Die Kontrolle des Kassenberichts geschieht durch zwei Kassenprüfer die vom jeweiligen Gemeinderat ernannt werden. Die Kassenprüfer sind nicht Mitglieder des Vorstandes. Mit Ausnahme der Rechenschafts- und der Residenzpflicht entspricht dies deutschem Vereinsrecht und der Struktur der Partnerschaft Garango-Ladenburg. . Im Partnerschaftsgebiet hat jeder Einwohner das Recht dem lokalen Comité einen Vorschlag vorzutragen der die Situation in der Gemeinde oder der Region verbessert (tatsächlich nehmen nur Assoziationen dieses Recht wahr). Findet der Vorschlag die Zustimmung des lokalen Comites kommt eine handschriftliche kurze Ausarbeitung in ein Vorauswahlverfahren. Federführend bei dieser Vorauswahl ist das lokale Comité de Jumelage, beteiligt sind Bürgermeisteramt und die betroffenen Organisationen, z. B. Rektor einer Schule und Elternvertretung (Association Parents d`Eleves). Im Falle von Schulen und Lehrerwohnungen kommt das Schulamt (Inspection)dazu, im Falle von großen Gärten oder Baumpflanzungen die untere Umweltbehörde . Durchläuft der Vorschlag das Vorauswahlverfahren wird er an das zentrale Bureau executif weitergereicht( s.oben). Dort wird, in Zusammenarbeit mit den Beteiligten, ein Projektantrag detailliert ausgearbeitet. Das zentrale Comité ist verantwortlich für die Weiterleitung von Anträgen an uns, es übernimmt die Aufsicht über den Fortgang der Projekte, verwaltet die Geldmittel und rechnet schließlich mit uns ab. Dafür werden Mitglieder des Bureau executif speziell beauftragt (chargés du suivi des projets). Von Zeit zu Zeit "schauen" Delegationen von uns " in die Bücher" der Comites. Im Verlauf der letzten 20 Jahre hat sich dieses System, wie auch das Comite de Parrainage, zu einer sehr effektiven Organisation entwickelt. Die Schaffung von Organisationsstrukturen auf Gemeindeebene gehört zu unseren wichtigen Zielen. Wird eine Baumaßnahme von uns finanziert findet vor Ort eine lokale Ausschreibung statt. Gleich zu Anfang der Partnerschaft (1982) haben wir 4 Maurer ausbilden lassen, die kurz darauf Firmen gründeten. Inzwischen sind noch einige hinzugekommen. Ende der 80er Anfang der 90er haben wir 15 Brunnenbauer ausgebildet von denen auch einige Firmen gegründet haben. 1994 wurde auf unsere Anregung für alle Handwerker die Association des artisans gegründet, die wir mit Werkzeug und Geldmitteln für eine Lagerhaltung ausgestattet haben. |
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